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Mimirio ist eine KI-Plattform (On-Prem/Private Cloud), die verstreute Daten in verlässliche Antworten und konkrete nächste Schritte verwandelt.
Dateien, E-Mails, Wikis, Tickets und Geschäftssysteme werden dabei verbunden.
Informationen, verknüpfen Konzepte über Silos hinweg werden kuratiert und so eine lebendige, immer aktuelle Wissensbasis aufgebaut

Warum AI-Tools ohne AI-Umgebungen nur die halbe Miete sind

Die Diskussion rund um Künstliche Intelligenz dreht sich meist um Tools, Algorithmen und technologische Durchbrüche. Doch ein entscheidender Faktor wird dabei oft übersehen: die Umgebung, in der Innovation tatsächlich entsteht.

 

Jedes Startup kennt das Dilemma:

 

Als Founder musst du gleichzeitig Produktentwicklerin, Verkäuferin, Marketing-Expertin und Finanzplanerin sein. Gerade bei AI-Startups, wo technische Komplexität auf unternehmerische Herausforderungen trifft, wird diese Mehrfachbelastung schnell zum Wachstumshemmnis.

Nino Begic von Soda Zitron & Natascha Trzepizur von INiTS

Nino Begic, Mitgründer von Soda Zitron Media, bringt diese Erkenntnis im neuen SCALEup Talk auf den Punkt:

„In der AI Factory zu sitzen ermöglicht uns drei Nerds mehr oder weniger, uns wirklich in die Technologie reinzumausern. In der AI Factory sitzen ja Expertinnen und Experten in Sales, Marketing und so weiter, die können wir halt einfach direkt kontaktieren, anstatt quasi unsere Zeit mit etwas zu machen, was wir eigentlich nicht wirklich gut kennen.“

Genau hier setzt die neu gegründete AI Factory an. Sie schafft eine Umgebung, in der Founder Seite an Seite mit AI- und Business-Expert*innen aus unterschiedlichen Bereichen zusammenarbeiten. Das Konzept geht weit über klassische Co-Working-Spaces hinaus. Es ist ein Ökosystem des geteilten Wissens.

 

Begic beschreibt den Mehrwert konkret: „Ich sehe es tatsächlich als verlängerten Arm oder Auslagern von Kernkompetenzen, die wir nicht haben. Das ist extrem, extrem genial, wenn du das halt mehr oder weniger wirklich runterbrechen kannst und sagen kannst, hey, lieber Sascha, wir würden gerne einen One-Pager machen mit unseren Preisen oder sonstiges oder auf der Website, wie siehst du das?“

In einer AI-affinen Umgebung geht es nicht nur um Erfolgsgeschichten. Menschen teilen ihre Insights, ihr Know-how, und vor allem auch ihre Fehler. Diese Offenheit beschleunigt Lernprozesse enorm. Anstatt drei Tage mit Themen zu verbringen, die außerhalb der eigenen Expertise liegen, kann eine halbe Stunde Austausch mit der richtigen Person den Durchbruch bringen.

Event im Discoverer-Raum mit Dachterrasse in der AI Factory

Die AI Factory bietet genau diesen Raum: Ein Netzwerk aus erfahrenen Mentorinnen, erfolgreichen Gründerinnen und spezialisierten Expert*innen, die ihr Wissen aktiv teilen. Co-Working-Spaces ermöglichen spontane Gespräche, gegenseitige Unterstützung und den Aufbau nachhaltiger Beziehungen.

Fazit: Warum das Umfeld entscheidet

 

Am Ende zeigt sich ein Muster, das nicht unterschätzt werden sollte:

Nicht die besten Tools gewinnen, sondern die Teams, die wissen, wann sie Tools einsetzen und wann sie auf menschliche Skills, Fähigkeiten und Kreativität setzen. Klar ist: AI verändert nicht nur, was und wie schnell etwas (auf-)gebaut wird, sondern auch, wie gedacht, entschieden und gelernt wird.

In der aktuellen Folge des SCALEup Talk mit Nino Begic wird deutlich, wo Künstliche Intelligenz für Founder tatsächlich einen Unterschied macht, was einfacher wird und wo doch lieber der eigene Kopf gebraucht wird.

Nino spricht außerdem darüber, wie sich kreatives Arbeiten verändert, wenn ein Teil davon automatisierbar wird. Also kein Talk über Tools, sondern über den Umgang damit.

Hier gehts zum Talk.

Viele Founder beschäftigen sich gerade mit AI.

Tools werden getestet, Prozesse automatisiert, Content schneller produziert.
Und trotzdem bleibt oft eine Unsicherheit:

👉 Nutze ich das wirklich richtig oder nur oberflächlich?

Denn AI ist nicht einfach ein weiteres Tool.

Sie verändert, wie Startups entstehen, wie Entscheidungen getroffen werden und wie schnell man lernt.

➡️ Was bedeutet das konkret für den Aufbau eines Startups?
➡️ Wo entsteht echter Vorteil?
➡️ Was wird einfacher, und was wird plötzlich anspruchsvoller?

In dieser Folge spricht Natascha Trzepizur mit Nino Begic darüber,

• wie sich kreatives Arbeiten durch AI verändert,
• an welchen Stellen Founder ansetzen können,
• und was es bedeutet, ein Unternehmen zu bauen, während sich die Spielregeln laufend verschieben.

Wir sprechen auch über den persönlichen Teil des Gründens:
Über Zweifel und wie man als Founder Orientierung behält, wenn sich alles gleichzeitig bewegt.

👉 Eine Folge für alle, die die Nutzung von AI besser verstehen wollen – im Kontext ihres eigenen Startups.

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Soda Zitron – High-End-Content. Ohne Umwege.
Gesteuert von erfahrenen VFX Artists und generativer KI entsteht durch Soda Zitron Content, der funktioniert, gut aussieht und sich sauber weiterentwickeln und kontrollieren lässt.

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Geothermal heat pumps are widely regarded as an efficient solution for heating and cooling. However, adoption in Austria remains limited. Currently, they account for around 14% of installed heat pump systems, with high installation costs (particularly drilling!) being a key barrier.

One startup working on this challenge is Flexdrill, a Vienna-based company supported in its early stages by INiTS.

 

New Approach to Geothermal Drilling

 

Flexdrill was founded by Icelandic mechanical engineer Saevar Einarsson together with Andreas Michalka. The company is developing a hydraulic percussion drilling system designed specifically for geothermal applications.

According to the company, the system enables:

  • drilling to depths of up to 200 metres
  • shorter drilling times compared to conventional methods
  • operation in confined spaces

The system requires approximately one square metre of space and can be used from within buildings, including basements.

 

Towards Integrated Installation

 

Flexdrill plans to sell its drilling systems to installers, who would then offer geothermal heat pump systems including both drilling and installation.

At present, homeowners typically need to coordinate separate providers for drilling and installation. The company states that combining both services could reduce overall costs and bring them closer to those of air-source heat pumps.

 

Development and Next Steps

 

The system is currently in development. A first deployment is planned for summer this year, with installation in an architectural office in Vienna’s 16th district.

Flexdrill aims to sell around 1,000 systems in the future. Each system is expected to cost approximately €200,000. The company states that its long-term goal is to enable the drilling of one million geothermal boreholes by 2035.

 

Background and Support

 

Einarsson’s background is closely linked to geothermal energy. His grandfather led Iceland’s national drilling programme for over 20 years and contributed to the development of the Svartsengi geothermal power plant.

Flexdrill has received funding from the Vienna Business Agency. Earlier development was supported through smaller investments, contributions from the founders, and backing from the Vienna-based high-tech incubator INiTS.

The company plans to manufacture its systems in Vienna or the surrounding region.


 

From Idea to Implementation

 

Flexdrill is one example of how early-stage startups develop and test new technologies with the support of an ecosystem.

Through the INiTS SCALEup Incubation Program, selected startups work on validating their business model, refining their product, and preparing for market entry. SCALEup combines hands-on support, mentoring, and access to a strong network of experts and partners.

→ Learn more about the SCALEup Incubation Program

 

Foto: (c)Jennifer Fetz

Technologien, Märkte und Kundenbedürfnisse verändern sich schneller den je. So schnell, dass Wettbewerber in kürzester Zeit ganze Branchen umkrempeln können.

Wer nicht kontinuierlich neue Lösungen entwickelt, verliert Differenzierung, Margen und im Extremfall seine Existenzberechtigung im Markt.

Innovationskraft ist in Zeiten wie diesen also essenziell. Und sie ist keine Initiative, sondern eine Führungsaufgabe.

Eine der wirkungsvollsten Hebel dafür ist die strukturierte Zusammenarbeit mit Startups.

Startups bringen spezialisierte Technologien, hohe Geschwindigkeit und neue Geschäftslogiken ein. Sie arbeiten fokussiert an klar abgegrenzten Problemen und sind gezwungen, Lösungen unter realen Marktbedingungen zu validieren. Für etablierte Unternehmen bedeutet das Zugang zu externem Innovationspotenzial, ohne alles selbst entwickeln zu müssen.

Die Form der Zusammenarbeit hat dabei viele Gesichter. Von „Testkunde“ bis Joint Venture oder Beteiligung hat dabei jede Variante eigene Chancen, Risiken und Anforderungen. Entscheidend ist, das passende Modell zur eigenen Strategie, Kultur und Risikobereitschaft zu wählen und es professionell zu orchestrieren, statt „einfach mal ein Startup zu testen“.

 

Die wichtigsten Kooperationsmodelle mit Startups

 

Die folgenden Modelle unterscheiden sich vor allem im Grad der Integration und im Risiko für das Unternehmen. Die Reihenfolge orientiert sich grob an einem steigenden Commitment:

Venture Clienting stellt in der Regel das risikoärmste Modell dar, da Unternehmen lediglich Kunde einer Lösung werden und diese zunächst in einem klar abgegrenzten Use Case testen.

Mit zunehmender Tiefe der Zusammenarbeit steigen typischerweise auch Kapitalbindung, organisatorischer Aufwand und strategische Abhängigkeiten. Modelle wie Corporate Venture Capital oder M&A erfordern daher deutlich stärkere langfristige Verpflichtungen.

 

1. Venture Clienting

 

Beim Venture Clienting wird das Unternehmen zum Pilotkunden eines Startups. Die Lösung wird in einem klar definierten Use Case pilotiert und bei Erfolg skaliert.

Vorteile

  • Schneller Zugang zu marktreifen Technologien
  • Kein Beteiligungs- oder Integrationsaufwand
  • Objektive Nachweisbarkeit, dass der Einsatz der Startup-Lösung konkrete Verbesserungen im operativen Geschäft erzielt, z. B. durch Zeitersparnis, Kostenreduktion, Qualitätsverbesserung oder Produktivitätssteigerung
  • Kürzere Zeit von der Produktidee bis zur Markteinführung

Herausforderungen

  • Das Unternehmen muss organisatorisch in der Lage sein, ein Projekt mit einem Startup durchzuführen. ****In großen Organisationen sind Prozesse stark reguliert und langsamer. Hürden sind zum Beispiel:
    • Längere Dauer von Einkaufsprozessen
    • komplizierte IT-Freigaben
    • Datenschutz oder IT-Security verhindern die Nutzung neuer Tools
    • Budgets für kleine Experimente existieren nicht
  • Ohne klare Erfolgskriterien entstehen Pilotprojekte ohne Rollout

Sinnvoll, wenn konkrete Problemstellungen vorliegen und eine pragmatische, risikoarme Testphase gewünscht ist.

 

2. Open Innovation Challenges und PoCs

 

Unternehmen definieren konkrete Problemstellungen und schreiben Challenges aus, auf die sich Startups bewerben. Die besten Teams werden zu einem Pilotprojekt eingeladen (Proof of Concept).

Vorteile:

  • Fokus auf konkrete Business-Challenges.
  • Vergleich mehrerer Lösungsansätze.
  • Wettbewerb sorgt für hohe Lösungsqualität.

Herausforderungen:

  • Aufwand in Scouting, Bewertung und Projektmanagement.
  • Risiko, dass PoCs nicht skaliert werden, wenn keine Anschlusslogik existiert.

Sinnvoll, wenn klar definierte Use Cases bestehen und strukturiertes Scouting gewünscht ist.

 

3. Venture Partnering / strategische Partnerschaften

 

Hier arbeiten Unternehmen und Startups längerfristig zusammen, oft mit Co-Entwicklung oder gemeinsamen Marktzugängen.

Vorteile:

  • Tiefe Integration der Technologie in Produkte, Prozesse oder Angebote.
  • Gegenseitige Stärkung: Startup profitiert von Marke, Distribution, Know-how; Corporate von Geschwindigkeit und Innovation.

Herausforderungen:

  • Starke Abhängigkeit von einzelnen Partnern möglich.
  • Hoher Abstimmungsaufwand (Roadmap, Prioritäten, Ressourcen).

Sinnvoll, wenn strategischer Fit, Roadmap-Kompatibilität und gegenseitige Commitment-Bereitschaft gegeben sind.

 

4. Corporate Venture Capital

 

Über eine CVC-Einheit investiert das Unternehmen in Startups mit strategischer Relevanz.

Vorteile

  • Frühzeitiger Zugang zu Technologien
  • Strategische Option auf zukünftige Integration
  • Potenzieller finanzieller Return

Herausforderungen

  • Kapitalbindung und langfristiger Investmenthorizont
  • Governance, Interessenskonflikte und IP-Fragen
  • Strategische Ziele dürfen nicht hinter Renditeerwartungen zurückstehen

Sinnvoll, wenn eine klare Innovations- und Investmentstrategie existiert und entsprechende Governance-Strukturen aufgebaut sind.

 

5. M&A und Joint Ventures

 

Die tiefste Integrationsform ist die Übernahme oder Gründung eines gemeinsamen Unternehmens.

Vorteile:

  • Volle Kontrolle über Technologie, Team und IP bei Übernahme.
  • Möglichkeit, komplett neue Geschäftsfelder zu öffnen.

Herausforderungen:

  • Höchster Kapitalbedarf
  • Gefahr, die Startup-Kultur zu „ersticken“, wenn Integration schlecht gestaltet ist.

Sinnvoll, wenn strategische Relevanz hoch und langfristige Integration gewünscht ist.

 

Worauf Entscheider besonders achten sollten

 

1. Strategischer Rahmen

Startup-Kooperationen dürfen kein Selbstzweck sein. Definieren Sie klar, welche Innovationsfelder Priorität haben und welche Rolle externe Partner darin spielen sollen.

2. Klare Ownership

Es braucht eine verantwortliche Einheit mit End-to-End-Verantwortung von Scouting über Pilot bis Skalierung. Innovation Labs ohne operative Anbindung an Fachbereiche bleiben oft isoliert.

3. Skalierungslogik vor Pilotstart

Definieren Sie KPIs, technische Reifeanforderungen, Security-Freigaben und Budgetpfade vor Beginn eines Piloten. Sonst bleibt Innovation im Teststadium.

4. Professionelles Risikomanagement

IT-Security, Datenschutz, regulatorische Anforderungen und IP-Fragen müssen früh geprüft werden. Gleichzeitig darf das Risikomanagement proportional zum Pilotumfang bleiben.

5. Arbeitsmodus und Kultur

Startups arbeiten iterativ und ressourcenschonend. Unternehmen benötigen klare Ansprechpartner, schnelle Entscheidungen und eine Governance, die Tempo ermöglicht.

 

Wie Unternehmen Zugang zu relevanten Startups erhalten

 

Eigene Netzwerke, Konferenzen, Cluster oder Accelerator-Programme erzeugen Sichtbarkeit. Doch Dealflow allein garantiert keine Passgenauigkeit.

Hier zeigt sich die Bedeutung erfahrener Intermediäre.

Organisationen, die sowohl die Logik etablierter Unternehmen als auch die Dynamik technologiegetriebener Startups verstehen, können gezielt matchen, vorselektieren und Innovationsprojekte mitbegleiten. Sie reduzieren Suchkosten, verkürzen Entscheidungsprozesse und erhöhen die Erfolgswahrscheinlichkeit von Piloten.

Gerade im technologieintensiven Umfeld ist fundiertes Scouting, Bewertung technologischer Reifegrade und strukturiertes Matching entscheidend.

INiTS begleitet seit vielen Jahren sowohl High-Tech-Startups als auch Unternehmen bei der Anbahnung und Umsetzung solcher Kooperationen. Die Kombination aus tiefem Zugang zum Startup-Ökosystem und Verständnis für unternehmerische Entscheidungslogik schafft belastbare Brücken zwischen beiden Welten.

 

Fazit für CEOs und Entscheider

 

Wenn Sie als CEO nicht nur „Innovation“ als Schlagwort, sondern als Ergebnis sehen wollen, brauchen Sie drei Dinge:

  • ein klares Zielbild,
  • das richtige Kooperationsmodell pro Use Case
  • und eine professionelle Orchestrierung der Zusammenarbeit mit Startups.

Venture Clienting ist dabei ein besonders wirkungsvolles Instrument, um schnell und kontrolliert Business Impact zu erzielen. Eingebettet in eine übergeordnete Innovationsstrategie und unterstützt durch erfahrene Partner aus dem Ökosystem wird aus punktueller Zusammenarbeit ein nachhaltiger Wettbewerbsvorteil.

Die Frage ist nicht, ob Sie mit Startups kooperieren sollten. Die Frage ist, wie strukturiert und strategisch Sie es tun.

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