24.03.2014 von Daniel Tran

Mit mySugr das "Diabetes-Monster" in den Griff bekommen. (c)mySugr

Mit mySugr das „Diabetes-Monster“ in den Griff bekommen. (c)mySugr

Das „Diabetes-Monster“ in den Griff bekommen – das ist das Ziel der Handy-Apps der mySugr GmbH. Dieses Ziel zu erreichen, ist nach dem aktuellen Update noch einfacher geworden. Gemeinsam mit Sanofi-Aventis, einem der weltweit größten Pharmaunternehmen, hat mySugr eine umfangreiche Erweiterung der Software in den App Store gebracht. Nun ist es möglich, ein Blutzuckermessgerät direkt mit dem iPhone zu verbinden und so die Messergebnisse unmittelbar in die App zu laden. Die erfolgreiche Umsetzung ihrer ersten Diabetes-Apps mit Registrierung als Medizinprodukt gelang vor allem auch dank der Unterstützung der INiTS Universitäres Gründerservice Wien GmbH, die von Beginn an beratend zur Seite stand und entscheidende Kontakte in den medizinischen Bereich ermöglichte.

Blutzucker messen, Broteinheiten berechnen, Insulin spritzen – für mehr als 200.000 Österreicher und 1,8 Millionen Deutsche gehören diese Dinge genauso zum Alltag wie ihr Smartphone. Ebenso smart ist die Companion App von mySugr, mit der Diabetiker Daten zu Ernährung, Sport und Gesundheitszustand in einem digitalen Tagebuch speichern, verwalten und analysieren können. Jetzt sind die Entwickler der Software noch einen Schritt weiter gegangen: In Zusammenarbeit mit Sanofi-Aventis, einem der größten Insulinproduzenten der Welt, haben sie dem mySugr Companion einen weiteren Feinschliff gegeben. Diabetiker in Deutschland können nun ihre Daten vom iBGstar, einem mit dem iPhone-kompatiblen Blutzuckermessgerät von Sanofi-Aventis, direkt in den Companion übertragen.

Koppeln statt Tippen

Die Koppelung mit dem Messgerät funktioniert dabei über den Multiport des iPhones. Die Übertragung der wichtigen Blutzuckerwerte erfolgt automatisch, was eine große Entlastung für die nötige Dokumentation bedeutet. Die Erweiterung ist somit nicht nur eine technische Spielerei, sondern macht die Benutzung der App auch noch sicherer und einfacher. Von den rund 60 Diabetes-Apps auf dem Markt sticht der mySugr Companion durch ein innovatives und einzigartiges Spielekonzept hervor. Durch sogenannte „Gamification“ – der Einsatz von spielerischen Elementen im nicht spielerischen Kontext – wird auf nutzerfreundliche Weise ermöglicht, den aufwendigen Therapie-Alltag zu meistern. Punkte für die Blutzuckerkontrolle, Monster, die Feedback geben, und Challenges unterstützen dabei, Therapieziele zu erreichen und halten die Motivation aufrecht. Die App wurde nicht nur in Europa, sondern auch als eine der ersten Handy-Applikationen überhaupt bei der Food and Drug Administration (FDA), der amerikanischen Lebensmittelüberwachungs- und Arzneimittelzulassungsbehörde, als Medizinprodukt registriert. Diese Approbation bringt auch wirtschaftlich Vorteile, wie Dr. Irene Fialka, Geschäftsführerin des INiTS, weiß: „Der Markt mit Apps boomt, da bringt die Registrierung als Medizinprodukt große Wettbewerbsvorteile für mySugr. Die Kombination aus medizinischem Hilfsmittel und spielerischer Anwendung macht die App einzigartig. Zudem bringt eine Kooperation mit einem großen Player wie Sanofi-Aventis wichtige Reputation. Wir sind stolz darauf, dass wir unseren Beitrag dazu leisten konnten.“ INiTS stand mySugr von der Gründung an zur Seite und vermittelte u. a. renommierte Experten im Bereich Medizintechnologie. „Wir wurden in allen Phasen und zu unterschiedlichsten Themen großartig unterstützt. Im INiTS-Inkubator zu sein, trägt in den frühen Phasen auch ungemein zur Credibility einer Firma bei“, erläutert Fredrik Debong, einer der Gründer von mySugr, den großen Nutzen der Betreuung durch INiTS.

Digitale Blutsbruderschaft

Bereits jetzt motiviert die Companion App fast 100.000 Menschen bei ihrer Diabetes-Therapie und mit dem neuen Update sollen es noch mehr werden. Die Motivation für die ständigen Weiterentwicklungen liegt den Gründern von mySugr sozusagen im Blut: Zwei von ihnen und ein Großteil des übrigen Teams sind selbst DiabetikerInnen und wissen, wie anstrengend eine Diabetes-Therapie sein kann. Ein guter Grund weiter dran zu bleiben: Nach dem aktuellen Update arbeitet mySugr weiterhin an Verbesserungen und neuen technischen Möglichkeiten. So gibt es mit der bunten Junior App eine Version für Kinder und seit Kurzem ist der mySugr Companion auch für Handys mit dem Betriebssystem Android verfügbar, um ihn noch mehr Betroffenen zugänglich zu machen.

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