20.02.2014 von Daniel Tran

 

Tuncay Cakmak, Cyberith

Tuncay Cakmak, Cyberith

Cyberith entwickelt den Virtualizer, ein Gerät das NutzerInnen ein einzigartiges Erlebnis in virtuellen Welten ermöglicht. Der Virtualizer ist ein Virtual Reality Gerät, das es erlaubt sich mittels natürlicher Bewegungen durch virtuelle Welten aller Art zu bewegen. Die Spielfigur durch die eigene Körperbewegung gesteuert – und zwar 1:1. Wir können es kaum noch erwarten, bis der Virtualizer am Markt ist und haben Tuncay Cakmak, Mitgründer von Cyberith, zum Marktstart, möglichen Anwendungsfeldern und die Gaming-Industrie befragt.

Wir können uns vorstellen, dass die Nachfrage für euren Virtualizer schon sehr groß ist? Wann können wir ihn kaufen? Und was sind die nächsten Veranstaltungen bei denen er getestet werden kann?

Ja die Nachfrage ist enorm und wir werden überhäuft mit Emails und Messages aus allen Ecken der Welt. Wir sind noch in der Entwicklung und bauen gerade den dritten Prototypen. Geplant ist eine crowd funding Kampagne in den nächsten Monaten bei der man die Entwicklung unterstützen kann und sich schon die ersten Virtualizer reservieren kann. Die nächste Veranstaltung auf der wir den Virtualizer präsentieren werden ist die ISPR 2014

Für welche Anwendungsfelder – außer Gaming – wäre eure Technologie noch einsetzbar?

•    Rehabilitation: Dabei denken wir vor allem an die Therapie von Menschen mit psychischen Problemen. Unser Gerät ermöglicht eine sehr realistische Immersion von virtuellen Umgebungen jeglicher Natur und somit die direkte Konfrontation von Patienten mit Ihren Ängsten, ohne sie realen Gefahren auszusetzen und hohen logistischen Aufwand in Kauf nehmen zu müssen.

•    Architektur: Mit dem Virtualizer könnnen Kunden von Architekturbüros bereits entworfene aber noch nicht real existierende Gebäude begehen und so einen wesentlich intuitiveren Eindruck von dem Gebäude erhalten als dies bisher möglich war. Dies ermöglicht es dem Architekten besser auf Kundenwünsche einzugehen und noch vor dem Bau Verbesserungsvorschläge einzubeziehen.

•    Tourismus: In Reisebüros können Kunden die Reisedestination bereits vor dem Buchen der Reise besichtigen, So kann unangenehmen Überraschungen vorgebeugt werden und die Wahl der Kunden erleichtert werden. Ebenso können touristische Attraktionen virtuell besichtigt werden und so mit diesen aktiv geworben werden.

•    Ausbildung und Training von Militär, Feuerwehr, Polizei: Simulation von Einsatzsituationen ohne die Einsatzkräfte in Gefahr zu bringen. Ebenso können real durchgeführte Übungen ergänzt und durch Verlagerung von realen Übungen in den virtuellen Raum Kosten gespart werden.

Wohin bewegt sich die Gaming-Industrie und wo seht ihr euch in fünf Jahren?

Die Gaming-Industrie bewegt sich immer mehr in eine Richtung in der die Spieler aktiver am Geschehen dabei sind. Die Menschen wollen stärker in künstlich geschaffene Welten eintauchen um darin Dinge zu erleben die sie in der Realität nicht oder nur bedingt erleben können. Der Fantasie sind in der Hinsicht keine Grenzen gesetzt und gerade diese Grenzenlosigkeit der virtuellen Umgebungen zieht dem Menschen an. In Fünf Jahren werden viele Menschen, nicht nur Gamer, sich in verschiedenste virtuelle Abenteuer stürzen, sich treffen mit anderen an beliebigen Orten von Zuhause aus oder einfach historische Ereignisse hautnah erleben und dadurch viel lernen. Wir werden dafür sorgen, dass diese Menschen ein unvergessliches Erlebnis haben werden.

Ihr habt beide auf der TU studiert. Welche Tipps habt ihr für TU-Studierende, wenn es darum geht ein Startup zu gründen?

Sehr wichtig ist es Ehrgeizig zu sein und ganz fest an seine Idee zu glauben. Man sollte auch bereit sein Informationen aufzusaugen wie ein Schwamm und sich nicht davor zu scheuen mit bisher unbekannten Menschen in Kontakt zu treten um von ihnen zu lernen. Es kann leicht passieren, dass man auf eine Arbeit stößt die man vorher noch nie gemacht hat. Wenn das passiert sollte man nicht gleich verzweifeln sondern immer an das Ziel denken. Welche Schritte müssen als nächstes gesetzt werden um das Ziel zu erreichen. Manchmal kennt man bestimmte Schritte noch gar nicht und kann diese nur in Erfahrung bringen indem man mit anderen Startups kommuniziert. Auch ist es sehr wichtig bei größeren Vorhaben ein gutes Team aufzubauen. Man braucht Leute denen man blind vertrauen kann und die Interesse an der Idee zeigen. Nur so kann die Idee in einem stabilen Umfeld wachsen und gedeihen.

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