06.09.2012 von Amelia Hernandez

INiTS-Analyse zeigt Arbeitsplätze, Finanz-Rückflüsse & Inkubator-Effekt.

(Wien, 06.09.2012) Start-ups schaffen zahlreiche Arbeitsplätze, bewirken millionenschwere volkswirtschaftliche Wertschöpfungen und profitieren „in barer Münze“ von Inkubatoren – das belegen Daten des INiTS Universitäres Gründerservice. Die Auswertung wurde aus Anlass des zehnjährigen INiTS-Jubiläums durchgeführt und beruht auf 119 vom INiTS unterstützten Innovations-Firmen. Sie zeigt, dass diese Unternehmen schon in der Start-up-Phase durchschnittlich mehr als fünf Arbeitsplätze schaffen, ihre regionale Wertschöpfung mehrere hundert Millionen Euro pro Jahr betragen kann und sie jährlich über EUR 10 Millionen an Steuerzahlungen auslösen. Zusätzlich vergeben sie Forschungs- und Infrastrukturaufträge in Millionenhöhe und akquirieren über EUR 150 Millionen an Finanzierungen für ihre Innovationsleistung – deutlich mehr als das Zehnfache der INiTS-Basisfinanzierung.

Vor dem Hintergrund seines zehnjährigen Jubiläums veröffentlicht die INiTS Universitäres Gründerservice GmbH heute Zahlen über den volkswirtschaftlichen Nutzen der 119 bisher unterstützten Jung-Unternehmen. Diese Daten bestätigen beeindruckend den Nutzen von Start-ups für die österreichische Volkswirtschaft und den Gewinn, den Start-ups aus der bis zu 18 Monate dauernden Inkubator-Betreuung ziehen.

Frischzellenkur für die Volkswirtschaft
Die Daten verdeutlichen, dass die 119 untersuchten Unternehmen bereits in den ersten Jahren ihres Bestehens 636 Arbeitsplätze schufen. Dazu der scheidende Geschäftsführer des INiTS, DI Michael Rauhofer, MAS: „Eine aktuelle Studie* mit der wir die Joanneum Research beauftragt haben, ergab für 98 der 119 INiTS Start-ups sogar ein Arbeitsplatz-Potenzial von insgesamt bis zu 2.800 Beschäftigten bis 2017/18.“

Weitere volkswirtschaftliche Effekte zeigten sich durch die regionale Wertschöpfung und Steuerzahlungen. Dies belegt u. a. eine Szenarioberechnung der Joanneum Research, in der regionalwirtschaftliche Brutto-Wertschöpfungs-Effekte ausgewählter Start-up-Unternehmen des INiTS berechnet wurden. Auf Basis von 98 Unternehmen liegt die regionale Brutto-Wertschöpfung bei EUR 200 Millionen Jahres-Gesamtwirkung. Weiter konnte gezeigt werden, dass allein die ältesten 56 Start-ups (gegründet in den Jahren 2004 bis 2008) Steuerzahlungen in Höhe von EUR 13 Millionen im Jahr 2011 auslösten. Das ist mehr Steuereinkommen als die Republik für zehn Jahre INiTS aufwenden musste. Eine durchaus positive Bilanz der INiTS-Aktivitäten.

Inkubator-Effekt
Die Vorteile, die allen Beteiligten durch die Inkubator-Aktivitäten des INiTS entstehen, erläutert Rauhofer auch wie folgt: „Der große Teil der INiTS-Start-ups sind Ausgründungen der Universität Wien und der Technischen Universität Wien, die ihrerseits Mit-Gründer des INiTS sind. Schon bisher haben diese Start-ups Forschungs- und Infrastrukturaufträge in Höhe von EUR 5,6 Millionen vergeben.“

Gerade für so junge Unternehmen ist es nicht immer einfach Geldmittel zu akquirieren, die für die weitere Entwicklung, Patentierung, Vermarktung und den Aufbau der Unternehmensorganisation notwendig sind. Das INiTS unterstützt die JungunternehmerInnen zwar auch finanziell doch weit wichtiger ist sein Angebot an Beratung, Infrastruktur und Netzwerk. Genau dafür wurde das Service im Jahr 2002 von der Uni Wien, der TU Wien und der Technologieagentur der Stadt Wien (ZIT) als Teil des AplusB-Programms des Bundesministeriums für Verkehr, Innovation und Technologie (BMVIT) und der Forschungsförderungsgesellschaft (FFG) gegründet. Wie erfolgreich das INiTS Start-ups zur Seite steht, belegt Rauhofer mit weiteren Zahlen: „Den von uns betreuten Unternehmen gelang es in Summe EUR 101 Millionen an Eigenkapital aufzunehmen, das von Business Angels oder Venture Capital-Fonds bereitgestellt wurde. Weiters konnten die Jungunternehmen insgesamt EUR 58 Millionen an zusätzlichen Forschungsförderungsgeldern gewinnen. So wurden mit einer Basisfinanzierung des INiTS von ca. EUR 12 Millionen Mittelzuflüsse für österreichische Innovationsleistungen in Höhe von EUR 159 Millionen ausgelöst.“

Vor dem Hintergrund dieses volkswirtschaftlichen Nutzens und des dazu geleisteten INiTS-Beitrags freut es Rauhofer besonders, dass sein Budget für die nächsten fünf Jahre vom BMVIT um 11 Prozent und der Stadt Wien um 44 Prozent aufgestockt wurde: „Investitionen in Innovationen lohnen sich. Der wirtschaftliche Return of Innovation ist enorm und INiTS wird in seiner gerade begonnenen dritten Fünfjahresperiode weiter signifikante Beiträge dazu leisten.“ Für Rauhofer, der das INiTS seit dem Jahr 2004 als Geschäftsführer leitete, ist damit auch der richtige Zeitpunkt gekommen, das INiTS auf eigenen Wunsch zu verlassen: „Innovation lebt vom Erfahrungsaustausch – das gilt sowohl für Unternehmen als auch für Personen. INiTS kann von einer Leitung mit neuen Erfahrungen und Lösungsideen enorm profitieren. Mich persönlich reizt es darüber hinaus, meine umfassenden Erfahrungen mit innovativen Persönlichkeiten, dem österreichischen Forschungsförderungssystem, gekoppelt mit meinen vorangegangenen Erfahrungen in der Industrie zukünftig in den Dienst anderer Player zur Stärkung der Innovationsleistung des Standortes zu stellen.“

* „Regionalwirtschaftliche Effekte der von dem Wiener AplusB-Zentrum INiTS betreuten Gründungen“, JOANNEUM RESEARCH – Zentrum für Wirtschafts- und Innovationsforschung,

  • NEWSLETTER

  • Tags

  • Über INiTS

    INiTS hat sich als Business-Inkubator das Ziel gesetzt, die Erfolgswahrscheinlichkeit von Startups im Raum Wien zu erhöhen. Dabei unterstützt INiTS JungunternehmerInnen dabei, ihre Ideen in ein wachstumsstarkes und erfolgreiches Unternehmen umzusetzen. more

© INiTS Universitäres Gründerservice Wien GmbH, eine Gesellschaft von:

  • Logo TU Wien
  • Logo Uni Wien

Gefördert von:

  • Logo Wirtschaftsagentur
  • Logo FFG