04.11.2013 von Daniel Tran

Lithoz, 3D Drucker, Printer, Keramik, TU Wien

Lithoz sammelt Preise am laufenden Band und ist mit den innovativen 3D-Druckern für keramischen Materialien mehr als reif für den internationalen Markt. Der 2011 gegründeten Lithoz GmbH gelang es weltweit erstmals, 3D-Druck mit Hochleistungskeramik zu verbinden.

Rund ein Jahr dauerte es, bis die Serienmaschine fertig gestellt war. Die Lithoz GmbH mit Sitz in Wien ist weltweit das einzige Unternehmen, das ein generatives Fertigungssystem für Hochleistungskeramiken anbietet. Von Vorteil war dabei die jahrelange, intensive Grundlagenforschung, die die Gründer von Lithoz schon auf der TU Wien „erledigt hatten“. „Wir mussten einfach nur den Forschungsprototypen in Serie bringen“, erklärt CEO Johannes Homa. Keramik ist der Werkstoff der Zukunft und wird dort eingesetzt, wo andere Materialien versagen. Er ist bioiniert, also gewebeneutral und deshalb besonders für Implantate wie z.B. Hüftpfannen geeignet. Weitere Einsatzbereiche: Maschinenbau, Luft- und Raumfahrt, Schmuckerzeugung. Simpel erklärt, zeichnet man beim Lithoz-Verfahren das Bauteil am Computer und druckt es als Keramik einfach aus. Da es weder Werkzeugkosten noch Vorlaufzeiten gibt, sind auch Kleinserien schnell und günstig herzustellen.

Damit werden die gleichen Materialeigenschaften wie in der konventionellen Formgebung  erreicht. Mit dem von Lithoz entwickelten Lithography-based Ceramic Manufacturing (LCM)-Verfahren können so kostengünstig und schnell volleinsatzfähige Prototypen und Kleinserien hergestellt werden. Damit steht sowohl der Keramikindustrie als auch der Forschung eine neuartige Produktionstechnologie zur Verfügung, mit der hochkomplexe Bauteile nahezu ohne jede Limitierung hergestellt werden können. Lithoz legt nicht nur einen sehr starken Wert auf hochqualitative Produktion, sondern auch auf Forschung und stetige Weiterentwicklung. So entwickelte Lithoz in den vergangenen Jahren sowohl eine geeignete Maschine als auch Material und Software. Die Anwendungsbereiche der LCM-Technologie umfassen neben den Bereichen Elektrotechnik und Maschinenbau auch den Bereich der Medizintechnik. So ist Lithoz beispielsweise bei der Entwicklung einer neuartigen keramischen Herzpumpe beteiligt, an der im Rahmen der einer Kooperation zwischen der TU Wien und MEDUNI Wien derzeit gearbeitet wird.

Neben den zahlreichen Preisen und Förderungen war für Homa der Verkauf der ersten Maschine die schönste Anerkennung für das Geleistete: „Wir sind jetzt bereit für den Markt und freuen uns über das große Interesse aus allen fünf Kontinenten.“

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