19.11.2013 von Daniel Tran

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Chancen, Möglichkeiten & Hemmnisse für private Investoren im deutschen Sprachraum standen im Mittelpunkt der diesjährigen eröffneten Austrian Business Angel Days. Mit rund 150 PrivatinvestorInnen und IndustrievertreterInnen gehören diese zu den exklusivsten Branchen-Events im deutschen Sprachraum. Organisiert wird die Tagung von den österreichischen AplusB-Zentren und der aws. Highlights des ersten Tages waren Fachgespräche zur „Wandlung“ von Gründern zu Angeln und das Spannungsfeld zwischen privaten und institutionellen Investoren – sowie die jährliche Verleihung der höchsten Anerkennung der Branche, des Business Angel Award. Am zweiten Tag winkten dann echte Investmentchancen: Am sogenannten Pitching Day präsentierten ausgewählte Start-Up Unternehmen ihr Potenzial – und durften auf einen Geldsegen hoffen.

Rund 150 TeilnehmerInnen v. a. aus dem deutschen Sprachraum trafen sich am 19. und 20. November zu den Austrian Business Angel Days in der Albertina in Wien. Die PrivatinvestorInnen, IndustrievertreterInnen und FinanzspezialistInnen folgten dabei einer Einladung der gemeinsamen Veranstalter, den österreichischen AplusB-Zentren und dem Austria Wirtschaftsservice (aws). Diese schaffen seit dem Jahr 2012 mit der Fortführung des bereits seit Jahren etablierten Branchen-Treffens eine Plattform für den Austausch und die Koordination dieser so wichtigen Investoren für innovative Ideen. Eine Rolle, die Dr. Maria Fekter, Bundesministerin für Finanzen, zur Eröffnung betont: „Österreich hat im internationalen Vergleich seine Ausgaben für Forschung in den letzten Jahren deutlich steigern können. Zur Entwicklung kommerziell erfolgreicher Produkte auf dieser Forschungsbasis bedarf es intelligenter Investitionen. Gerade Business Angel bieten diese, denn sie bringen neben Kapital auch Erfahrungen und Netzwerke in ein Unternehmen ein.“

Inwieweit die Rahmenbedingungen in Österreich dieser Rolle gerecht werden, war dabei einer der zentralen Programmpunkte der Business Angel Days. Irene Fialka, CEO der INiTS Universitäres Gründerservice Wien GmbH, einem von 8 AplusB Zentren, und Bernd Litzka, i2 Business Angel Börse, aws, diskutierten dazu mit erfahrenen Experten wie u.a. Hansi Hansmann, dem Präsident der Austrian Angel Investors Association. Irene Fialka: „Wir haben in Österreich bei Privatinvestoren und Privatinvestorinnen, die in innovative Start-ups investieren, im Vergleich zum angloamerikanischen Raum noch Aufholbedarf, auch wenn sich die Szene in den letzten Jahren sehr dynamisch entwickelt. Die Investorenkontakte und Erfahrung bei der Begleitung von Start-ups bei der Investorensuche, die wir über die Jahre aufgebaut haben, ist für JungunternehmerInnen daher eine sehr willkommene und wertvolle Unterstützung.“ Die aws bietet neben der i2 Börse seit Kurzem mit dem Gründerfonds und dem Business Angel Fonds weitere Instrumente, die es Start-ups leichter machen sollen zu Privatkapital zu kommen. Bernhard Sagmeister, Geschäftsführer der aws, erläutert: „Im Rahmen der Jungunternehmer-Offensive des Wirtschaftsministeriums und des Finanzministeriums bietet der aws Business Angel Fonds Kofinanzierungen für Investitionen mit eigenem Kapital von Business Angels. Der aws Gründerfonds stellt Risikokapital zur Finanzierung von Firmen mit hohem Wachstumspotenzial in der Früh- und der Wachstumsphase zur Verfügung. Diese beiden Initiativen ergänzen ideal die bestehenden Eigenkapital- und Garantieinstrumente der aws und sind ein wichtiger Anschub für eine bessere Risikokapitalversorgung der heimischen Wirtschaft.“

Highlights des auf aktuelle Trends abgestimmten Programms waren die möglichen Spannungsfelder zwischen institutionellen und privaten InvestorInnen sowie die Eignung von Social Entrepreneurship als Geschäftsmodell und der Trend zum Impact Investing. Am Abend des ersten Tages folgte dann die Bekanntgabe des begehrten Business Angel Award. Dieser „Austrian Business Angel of the Year“ wurde dabei von einer Jury aus PrivatinvestorInnen, Investment Professionals und politischen EntscheidungsträgerInnen ausgewählt.

Dass Business Angel aber nicht nur reden, sondern auch „machen“, demonstrierte der zweite Tag der Austrian Business Angel Days. Am Pitching Day analysierten sie Stories von durch eine hochkarätige InvestorInnenjury ausgewählten Start-Up Unternehmen und schritten bei überzeugenden Ideen & Business Modellen zur (Investment-)Tat. Sowohl Unternehmen als auch Investoren profitierten so von der hohen Dichte an interessanten Investment-PartnerInnen – eine echte win-win-Situation.

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