06.09.2013 von Daniel Tran

Georg Mach, CVTec

Georg Mach, CVTec

Präzise Messung statt grober Schätzung – das ermöglicht eine clevere Software des Start-up CVTec für lebenswichtige Gehirnoperationen. Das Programm berechnet sekundenschnell Kontrollwerte für die operative Behandlung lebensbedrohender Gefäßerweiterungen, sogenannter Aneurismen. Dazu werden 3D-Darstellungen der Gefäßerweiterung berechnet, die Neurochirurgen essenzielle Informationen über den operativen Fortschritt geben. Georg Mach, CEO von CVTec, spricht im INiTS-Interview über das Besondere der Lösung, das Thema Finanzierung und darüber, wie INiTS CVTec dabei unterstützt hat, Ihre Idee zum Fliegen zu bringen.

Wie komplex ist es, eine Software für die Neurochirurgie zu entwickeln?

Die Neurochirurgie ist nicht nur komplex sondern auch sehr genau, es kommt auf jedes Detail an. Zusätzlich führen die komplexen Verfahren bei einer Operation am Gehirn dazu, dass sich behandelnde Ärztinnen und Ärzte nicht zusätzlich um komplizierte Software kümmern können. Die Bedienung der Software muss möglichst einfach sein und sich nahtlos in den Arbeitsablauf der ChirurgInnen einfügen. Die Herausforderungen bei einer Software für NeurochirurgInnen liegen also nicht nur in der geforderten Präzision, sondern vor allem in der Automatisierung und der Einfachheit der Bedienung. Hier gilt es, Lösungen zu finden, die genau genug sind, um ÄrztInnen optimal zu unterstützen, schnell und ohne zusätzlichen Aufwand Ergebnisse zu liefern. Die Vollautomatisierung ist auch das Besondere an unserer Lösung.

Wie haben Sie die Finanzierung für Ihr Unternehmen sichergestellt?

Da ist uns gerade ein großer Schritt gelungen: Wir sind ins preSeed-Programm der AWS aufgenommen worden. Damit können wir die Entwicklung der Software zu einer marktreifen Version und die notwendige CE-Zertifizierung finanzieren. Dafür sind diverse Tests notwendig, um sicherzustellen, dass bei der Behandlung von PatientInnen die Qualität stimmt und Verlass auf die Ergebnisse und Funktion der Software ist.

Neben den Personalkosten ist die Zertifizierung mit allen vorgeschriebenen Überprüfungen der größte Kostentreiber. Zusätzlich zur aktuellen Software-Entwicklung muss auch die Forschung vorangetrieben werden, um weitere Produkte entwickeln und das jetzige Produkt verbessern zu können.

Sie sind aktuell im INiTS Inkubator. Wobei hat INiTS Sie am meisten unterstützt?

Die meiste Unterstützung von INiTS haben wir sicher im wirtschaftlichen Bereich erfahren. Gerade bei der Beantragung der preSeed-Förderung war die umfassende Beratung und das Know-How der INiTS-BeraterInnen von unschätzbarem Wert. Auch die diversen Workshops liefern Hilfestellungen zu Themen wie Patentschutz, Zertifizierung oder Finanzierung, oft schon zu einem Zeitpunkt, wo man selbst noch nicht daran denken würde. Auch das Netzwerk, das INiTS knüpft, darf man nicht unterschätzen, seien es Verbindungen zu BeraterInnen, InvestorInnen oder FördergeberInnen, oder der Kontakt mit anderen GründerInnen. Tipps, die so untereinander ausgetauscht werden, sind oft enorm hilfreich.

 

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